„Berliner Verhältnisse“ in Sulzbach-Rosenberg 
Wie die Zeitung „Der Neue Tag“ gestern berichtete, hatten sich am vergangenen Wochenende ca. 40 Punks aus dem mittelfränkischem Raum, Sulzbach-Rosenberg, Amberg, Schwandorf und Cham zu einer Zerstörungstour zwischen Bahnhof und Innenstadt getroffen. Mit ungebremster Brutalität, die - so „Der Neue Tag“ – an „Berliner Verhältnisse“ erinnerte, beleidigten die Jugendlichen Poliziebeamte und warfen mit Pflastersteinen nach ihnen. Im Bachviertel kam ein Mann nur knapp mit dem Leben davon, als er die stark alkoholisierte Gruppe zur Rede stellen wollte.
Weiter schreibt „Der Neue Tag“, dass sich die gewaltbereiten Jugendlichen schon nachmittags zusammengefunden hatten und sich schon in einem Supermarkt „ungebührlich verhalten“ hatten. Sie warfen Fensterscheiben ein und setzten mehrere Mülltonnen und Autos in Brand. Blumenkästen, Baustelleneinrichtungen wurden gnadenlos von den Punks zerstört. In der Rosenberger Straße wurden Passanten und Anwohner in Mitleidenschaft gezogen, die sich von der Gruppe beschimpfen und bespucken lassen mussten. Als man schließlich versuche aus Mülltonnen und Autos eine Barrikade zu errichten und diese anzuzünden versuchte, schritt die Polizei ein.
Bis zum Abend waren fast alle Punks, auch dank Mithilfe der Bewohner, verhaftet worden. Es gelang den Polizeibeamten, die Lage wieder zu stabilisieren. Am Abend „wälzten sich zwei betrunkene Punks auf der Straße“, die schließlich nur mit Pfefferspray zur Vernunft gebracht werden konnten. Auch hier mussten die Beamten wieder Beleidigungen und Beschimfpungen hinnehmen. Drei Richter befassen sich nun mit den ca. 35 Personen, die am Wochenende festgenommen wurden.
Mittlerweile, so beschreibt „Der Neue Tag“, haben die Ermittlungen ergeben, dass schon Wochen zuvor am Bahnhof und auch in den Schulen Handzettel kursierten, die Aufrufe zu Chaos-Tagen in Sulzbach-Rosenberg enthielten. Mit Parolen wie „"Haut den Bullen aufs Maul!", „Brennt die Stadt nieder!“, „Chaos, Bier und Anarchie“ sowie „Sulzbach-Rosenberg zu Schutt und Asche!“ gaben die Handzettel ganz klar das Motto der so genannten Chaos-Tage bekannt.
Schon in den letzten Wochen musste der Bürgerpark von Sulzbach-Rosenberg unter einigen szenetypischen Jugendlichen leiden, die dort „trinken, lärmen, randalieren, baden und sich aggressiv verhalten“. Entsprechend leide die Erholungsqualität des Parks, der unter anderem von Spendengeldern finanziert.
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